Nachgefragt bei Daniela Hartmann
Vom Kanu aufs Gewerkschaftsboot – seit dem Herbst-LJA im November 2024 ist Daniela Hartmann als kooptiertes Mitglied mit an Bord der Landesjugendleitung der dbb jugend nrw. Im Interview verrät sie, was sie so richtig auf die Palme bringt und was ihr Vater damit zu tun hat, dass sie sich in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit engagiert.
Mit welchen Eigenschaften würdest du dich beschreiben?
Ich bin spontan, hilfsbereit und freundlich. Man kann mit mir alles zusammen machen. Ich werde selten sauer über etwas oder richtig böse.
Warum bist du gewerkschaftlich aktiv geworden?
Ich bin so hineingestolpert in die Gewerkschaftsarbeit. Mein Vater ist stellvertretender Landesvorsitzender der VdLA – da bin ich in gewisser Weise vorgeprägt in Sachen Gewerkschaftsarbeit. Im September 2023 wurde ich selbst Landesjugendleiterin der vdla. Seit dem Landesjugendausschuss im Herbst 2024 bin ich kooptiertes Mitglied der Landesjugendleitung der dbb jugend nrw und war gleich mittendrin in der Arbeit mit und für junge Menschen.
Hast du persönliche Vorbilder?
Hm. Nein, eigentlich nicht.
Gibt es Eigenschaften, die du dir selbst im Sport angeeignet hast, die dir auch in deinem persönlichen und beruflichen Umfeld weiterhelfen?
Ich war früher als Trainerin sportlich aktiv. Was ich da auf jeden Fall mitgenommen habe: Teamzusammenhalt. Als ich in die Landesjugendleitung gekommen bin, war das auch gleich so – von Anfang an.
Wann ist eine Gewerkschafterin eine gute Gewerkschafterin?
Ich denke, man sollte engagiert sein und darauf aus sein, etwas verändern zu wollen. Man braucht für diese Arbeit eine Offenheit gegenüber anderen Menschen, um mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Was bringt dich auf die Palme?
Ich kann nicht gut mit Unzuverlässigkeit umgehen. Wenn es beispielsweise Fristen gibt und jemand denen nicht rechtzeitig nachkommt. Es hängt einfach zu viel an so etwas.
Welchen Fehler kannst du bei anderen am leichtesten entschuldigen?
Tollpatschigkeit – ich bin das auch selbst … oder Unpünktlichkeit. Wenn man mich mal zehn Minuten warten lässt, kann ich damit umgehen, auch wenn ich selbst sehr pünktlich bin. Sowas stresst mich nicht so sehr.
Stört dich das schlechte Image von Gewerkschaftern bei Arbeitgebern?
Das erlebe ich gar nicht so. Meine Chefin ist eher sehr interessiert an dem, was wir da machen. Aber wenn ich das Image als schlecht wahrnehmen würde, würde es mich auch nicht stören.
Deine Stärken?
Ich bin aufgeschlossen, sehr spontan und flexibel. Dadurch kann ich mich schnell auf neue Situationen oder veränderte Gegebenheiten einstellen.
Deine Schwächen?
„Diamanten werden unter Druck gepresst“ – manchmal schiebe ich Dinge auf. Und: Ich bin zwar nicht schnell gereizt, aber wenn man ein gewisses Maß überschreitet, kann ich nachtragend sein und vergesse das nicht so schnell wieder. Dann wünsche ich mir manchmal selbst, leichter verzeihen zu können.
Dein bislang größter Erfolg?
Dass ich so geworden bin, wie ich bin – und Dinge einfach mache und mich auf sie einlasse. Sportlich gesehen zähle ich die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport zu meinen größten Erfolgen.
Dein bislang größter Flop?
—
Was machst du gerne in deiner Freizeit – außer ehrenamtlich arbeiten natürlich?
Das Haus auf Stand halten, Unkraut zupfen … Mein Kopf ist sortiert, wenn das Haus sortiert ist. Und: Joggen mache ich gern.
Ohne was kommt eine Gewerkschafterin nicht aus?
Ohne Ausdauer. Bei manchen Themen braucht man die nämlich, weil es manchmal dauert, bis man Dinge durchgesetzt bekommt. Da hilft ein bisschen langer Atem, um durchzuhalten, bis etwas passiert.
Was soll dir mal nachgesagt werden?
Mit der konnte man immer lachen, und es hat Spaß gemacht, mit ihr zusammenzuarbeiten. Sie war auch bei langen Veranstaltungen immer bis zum Schluss mit guter Laune dabei.
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