Raus aus der Komfortzone: Drei Tage Wildnis in der Eifel
Feuer machen, eine Unterkunft bauen, Wildpflanzen kennenlernen und vielleicht sogar eine Nacht unter freiem Himmel verbringen: Beim Survivaltraining der dbb jugend nrw ging es für neun Teilnehmende raus aus dem Alltag und hinein in die Wildnis der Nordeifel. Nina berichtet von einem Wochenende voller neuer Erfahrungen, gemeinsamer Herausforderungen und jeder Menge Abenteuer.
Ende Juli tauschen wir unseren Alltag gegen ein ganz besonderes Abenteuer ein: Mit neun Teilnehmenden fährt die dbb jugend nrw zum Survivaltraining in die Nordeifel!
Am Freitagnachmittag geht es los. Jede und jeder sucht sich einen Schlafplatz – die meisten beziehen eine der kleinen Hütten im Camp. Aber auch Zelt, Hängematte im Wald und der Wohnwagen sind möglich. Uns sind hier keine Grenzen gesetzt. Anschließend wartet auch schon die erste Herausforderung: das Kompostklo: Wie zieht man hier eigentlich ab? Nach einer kurzen Runde durch das Camp, auf der diese und weitere Fragen beantwortet werden, gibt es erstmal Essen, denn mit vollem Magen lernt man besser. Anschließend geht das eigentliche Programm los: Gemütlich am Lagerfeuer sitzend nutzen wir die Glutbrenntechnik, um ein Stück Holz in eine Schüssel zu verwandeln. Nach und nach verlassen die Teilnehmenden das Feuer und ziehen sich in ihre Hütten zurück.
Samstagmorgen klingt Flötenmusik durchs Camp. Wer danach nicht wach ist, wird wenig später von einem dröhnenden Horn geweckt. Nach einer kurzen Achtsamkeitsübung und einem guten Frühstück lernen wir verschiedene Knoten-Techniken. Dann schwärmen alle aus, um mithilfe der neu gelernten Knoten-Techniken, ein paar Seilen, einer Plane und Naturmaterialien einen Shelter zu bauen. Die mutigen unter uns werden heute Nacht in ihrem Shelter schlafen.
Zum Mittagessen gibt es „Wildnis-Pizza“, die wir selbst belegen und direkt über der Feuerstelle backen. Am Nachmittag werden wir in die Kunst des Feuermachens eingewiesen. Mit Feuerstahl oder durch Holzreibung mit einem Drillbogen.
Den Abend lassen wir am Feuer ausklingen. Jetzt ist die Gelegenheit, der Schüssel vom Vortag noch einen Feinschliff zu geben – oder den dazugehörigen Löffel zu schnitzen.
Wer im Shelter geschlafen hat, zieht am Sonntagmorgen Resümee. Die Meinungen gehen auseinander. Von „zu laut und zu hell“ bis hin zu „herrlich still und wahrlich dunkel“ ist alles dabei. Nachdem wir uns gestern mit den beiden Überlebenskomponenten Shelter und Feuer befasst haben, ist das Thema heute Essen und Wasser. Wir bekommen eine ausführliche Erklärung über die verschiedenen Wasseraufbereitungsmöglichkeiten und einen Crashkurs in Wildpflanzen. Zum Abschluss sammeln wir Brennnesseln, denn zum Mittagessen wird es Brennnesselpesto geben, bevor es uns alle zurück in die Zivilisation zieht.
Am Ende sind sich alle einig: Die Wildnis ist ein Schritt aus der Comfortzone, aber irgendwie auch sehr entspannend.
FOTOALBUM
Hier findest du noch mehr Fotos vom Survivalcamp der dbb jugend nrw.
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