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Praxisworkshop „SHE connects“ am 11. November

Gesellschaftspolitik
29. September 2023

Wann hat man schon mal Gelegenheit, einer Polizeipräsidentin, einer Beigeordneten, der Vorsitzenden der dbb-Bundesfrauenvertretung oder einer jungen Bürgermeisterin Fragen über ihren Werdegang, ihren Beruf oder ihr Privatleben zu stellen? Genau diese Chance bietet sich den Teilnehmenden der dbb jugend nrw-Reihe „SHE connects | Frauen im Fokus“. Am 11. November findet nun in Düsseldorf ein Praxisworkshop zum Thema statt.

In digitalen Abendrunden trafen interessierte Mitglieder der dbb jugend nrw bislang auf vier spannende Frauen: Alexandra Dorndorf, Milanie Kreutz, Britta Zur und Sarah Süß. Sie alle haben unterschiedliche Viten und doch eines gemeinsam: ihre Geschlechtszugehörigkeit. Wünschenswert wäre, dass dieses Merkmal in unserer Gesellschaft keinen Unterschied macht. Doch die Realität sieht leider anders aus. Genau darum ging es bei den bisherigen Gesprächen. Grundlage dafür waren Fragen rund um eigene Erfahrungen als Frau in einer Führungsposition, Aufstiegswege, Möglichkeiten für die Schaffung von Gleichberechtigung und die Vereinbarkeit von Familie und Karriere.

Praxisworkshop in Düsseldorf

Für alle, die bisher dabei waren und auch alle, die noch keinen der bisherigen online-Termine besucht haben, gibt es nun die Möglichkeit, dieses Thema auch in Präsenz zu diskutieren: beim SHE connecs | Frauen im Fokus – der Praxisworkshop am 11. November von 9:30-16:30 Uhr in Düsseldorf. Die dbb jugend nrw begrüßt an diesem Tag die Vorsitzende der Landesfrauenvertretung des DBB NRW, Diana Wedemeier, sowie die Beisitzerin in der Geschäftsführung der dbb bundesfrauenvertretung, Tanja Küsgens, in den Räumlichkeiten des DBB NRW (Ernst-Gnoß-Straße 24 in 40219 Düsseldorf). In spannenden Workshops zu Themen wie „Teilzeit und Beurlaubung“, „Sexuelle Gewalt“ und „Networking in Beruf, Politik und Gewerkschaft“ gibt es viel Raum für Diskussion, Austausch und Networking.

Selbstverständlich wird es auch Gelegenheit geben, eigene Themen in die Runde einzubringen. Bei den vergangenen Terminen der online-Reihe berichteten Frauen immer wieder, dass es gerade als Frau häufig nicht ausreicht, sehr gut qualifiziert zu sein, um in eine höhere Führungsfunktion zu kommen. Immer wieder kommt es dazu, dass Männer sich untereinander eher Stellen einräumen und Frauen auf Grund von Familienplanung zurückgestellt werden. Um hier Veränderungen zu erreichen, reicht es eben nicht nur, darauf hinzuweisen oder es gesetzlich niederzuschreiben. Seit mehr als 60 Jahren steht bereits im Art. 3 Abs. 3 GG, dass niemand auf Grund seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Trotzdem passiert dies bundesweit seit Jahrzehnten.

Networking und Empowerment

Manchmal bedarf es zusätzlich auch einer veränderten Haltung gegenüber sich selbst. Immer wieder berichteten die Teilnehmerinnen, dass sich männliche Kollegen auf Stellen bewerben, obwohl sie nur 2 von 10 Anforderungen erfüllen – aber von sich ausreichend überzeugt sind. Währenddessen überlegten weibliche Kolleginnen, ob sie überhaupt geeignet sind, weil sie gerade mal 8 von 10 Anforderungen erfüllen. Aus Selbstzweifel bewerben sie sich oft gar nicht. Hier ist es wichtig, dass sich Frauen gegenseitig generationenübergreifend empowern und sich mutiger machen. Das ist nicht von heute auf morgen möglich, sondern braucht Zeit – und viele weibliche Vorbilder, die bereits jungen Mädchen aufzeigen, dass alles möglich ist.

Wichtig zu hören war für die Teilnehmenden, dass die Wege der Rednerinnen nicht immer nur konstant nach oben liefen. Sie alle berichteten auch von Rückschlägen, Umwegen und Schwierigkeiten, die der eigene Lebensweg so mit sich bringt. Hier gab es die Message authentisch zu bleiben und sich auch mit seinen Fehlern und Stolperern nicht klein zu machen oder zu verstecken. Manchmal bringen einen ein paar Umwege erst auf den richtigen Weg.

Deutlich wurde auch, dass es gerade als Frau kein einfaches Unterfangen ist, eine Führung in einer stark von Männern dominierten Behörde zu übernehmen. So wurde aus eigener Erfahrung mehr darauf geschaut, wie das äußere Erscheinungsbild ist, welches Auto gefahren wird, welche Tattoos man hat oder welche Musik gehört wird – auch von Frauen untereinander.

Allein Fachkompetenz sollte entscheiden

Klar ist eins: Weder Geschlecht noch Alter, Herkunft, Religion, die eigene Sexualität oder das eigene Aussehen qualifizieren einen Menschen als gut oder als schlecht. Es geht alleine um die fachlichen Kompetenzen, die sich unabhängig all dieser Merkmale herausstellen.

Drei spannende Termine erwarten euch bei SHE connects noch bis zum Jahresende:

Die dbb jugend nrw freut sich auf zahlreiche Anmeldungen, zahlreiche Mitstreiterinnen und Mitstreiter und auch zahlreiche Fragen!

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