Fluchtwege frei zu halten – das kann Leben retten. Wie schnell aus einem dafür in der Tür klemmenden Türkeil jedoch auch umgekehrt eine Falle werden kann, das konnten die Teilnehmenden der Sicherheitskonferenz der dbb jugend nrw erleben.
Fluchtwege frei zu halten – das kann Leben retten. Wie schnell aus einem dafür in der Tür klemmenden Türkeil jedoch auch umgekehrt eine Falle werden kann, das konnten die Teilnehmenden der Sicherheitskonferenz der dbb jugend nrw erleben.
Bespuckt, mit Fäkalien beworfen und oft mit ungutem Gefühl abends vor die Bürotür treten – solche Erlebnisse sind nicht weit weg. Sie passieren jeden Tag um uns herum an Arbeitsplätzen im Öffentlichen Dienst. Was konkret im Argen liegt, machte die 11. Sicherheitskonferenz der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW sichtbar.
Der Orange Day und die Kampagne „Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“ der dbb jugend nrw machen gemeinsam auf ein zentrales gesellschaftliches Problem aufmerksam: Gewalt gegen Menschen im öffentlichen Raum und insbesondere gegen diejenigen, die im Öffentlichen Dienst arbeiten. Auch in der Bezirksregierung Düsseldorf wird dieses Thema sehr ernst genommen. Sabine Mansour, Gleichstellungsbeauftragte der Behörde, engagiert sich seit vielen Jahren dafür, für diese Formen von Gewalt zu sensibilisieren und Betroffene zu unterstützen.
In der Justiz gehört Gewalt zum Berufsalltag. Doch wer schützt eigentlich die, die täglich Recht und Ordnung sichern? Bei der ersten Sicherheitskonferenz im nordrhein-westfälischen Justizministerium wurde das zur zentralen Frage. Mitten drin: die dbb jugend nrw mit ihrer Expertise.
Null-Toleranz-Erklärungen gegen Gewalt, Sonderdezernate bei den Staatsanwaltschaften und bessere Schutzausrüstungen – es wird einiges für den Schutz öffentlich Beschäftigter getan. Dennoch bleibt die Zahl der Angriffe auf hohem Niveau. Beleidigung sei dabei oft nur die „Einstiegsdroge“ in die Gewaltkriminalität, sagt NRW-Justizminister Limbach bei der Sicherheitskonferenz der dbb jugend nrw.
„Ich weiß, wo du wohnst!“ – Solche Drohungen kennen auch junge Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Bei ihrer 10. Sicherheitskonferenz will die dbb jugend nrw zusammentragen, wie die Situation konkret in Nordrhein-Westfalen ist und mit NRW-Justizminister Limbach darüber sprechen, was die Justiz dem entgegenzusetzen versucht.
Die nächste Sicherheitskonferenz der dbb jugend nrw findet statt am Samstag, 24. August 2024 in Düsseldorf. Für den fachlichen Impuls hat die dbb jugend nrw einen besonderen Keynote Speaker gewinnen können: den Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Benjamin Limbach.
Rund 76 Prozent aller Lehrkräfte an Gesamtschulen sind in den vergangenen drei Jahren Opfer von Gewalt geworden. Ob in Schulen, Ordnungsämtern oder anderen Verwaltungsbereichen – das Problem ist überall präsent. Jetzt trafen sich Betroffene, Experten und Politik, um das gemeinsam zu stoppen.
Der Bundesjugendausschuss der dbb jugend stand ganz im Zeichen der Zukunft. Delegierte der Landesjugendverbände und Fachgewerkschaftsjugendgruppen trafen sich vergangenes Wochenende in Berlin, um über aktuelle Themen der Jugend im Öffentlichen Dienst zu debattieren. Für die dbb jugend nrw war Landesjugendleiterin Susanne Aumann vor Ort.
Mit NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach trafen sich am gestrigen Montag drei Vertreter/innen der dbb jugend nrw zu einem fachlichen Austausch. Im Fokus der Gespräche standen die Themen Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst, Hate Speech sowie Nachwuchsgewinnung.
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